Termine 2018
Kindercamp 28.07.-10.08. 16 / 70 Plätze frei
Jugendcamp 12.08.-25.08. 31 / 60 Plätze frei
Erwachsenencamp 26.08.-04.09. 27 / 30 Plätze frei

Anmeldung aktualisiert: 29.03.2018
News aktualisiert: 29.03.2018 11:51
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Von Wegen und Umwegen:Von: Volker Northoff
05.11.2014 14:41

 

Mit Josef unterwegs „Jeden Tag sitz ich zuhause, stell mir vor, ich wär im Zelt …“ - so beginnt das Kindercamplied vom Falckensteiner Strand. Endlich war es so weit: Am 1. August kamen 63 Kinder aus ganz Deutschland voller Sehnsucht und Erwartung ins Wassersportcamp 2014. Viele zum zweiten, dritten oder vierten Mal: Freunde wiedersehen, das Zelt beziehen (mit wem bin ich dieses Jahr zusammen?), den Blick wieder über die Kieler Förde schweifen lassen bis hinüber nach Laboe.

Für einige Kinder war es das erste Mal, knapp acht davon kamen über das Ferienprogramm der Stadt Flensburg. Fremde? Am Anfang bestimmt, aber: Wir alle wurden in den zwei Wochen eine große, von Gott getragene und geprägte Gemeinschaft. Keiner ging so nachhause zurück, wie er gekommen war. Und keine wird die gemeinsame Zeit vergessen.

 

Manchmal gab es auch Zoff, aber das war ja schon vor mehr als 3.000 Jahren nicht anders unter Kindern und Jugendlichen: Was haben Josefs zehn ältere Brüder nicht alles angestellt, um ihn - den Lieblingssohn ihres gemeinsamen Vaters Jakob - zu drangsalieren … bis sie ihn schließlich sogar an vorbeiziehende Sklavenhändler verkauften. Endstation. Dachten sie.

 

Aber Gott hatte anderes vor. Im Morgenprogramm des Kindercamps war Tag um Tag die spannende Frage: Wie geht es weiter? Klar, viele der Kinder wussten es schon – aber so toll, wie es die Mitarbeiter vorspielten, hatten sie es noch nicht erlebt. Andere  kannten die Geschichten rund um Josef noch gar nicht. Für sie war ganz neu, was die Bibel davon berichtet. Und wie viel das mit ihrem Leben heute zu tun hat.

 

So war das Kindercamp auch in diesem Jahr wieder ein Ort und eine Zeit, in der Gott ganz konkret zu begreifen war. Und dass Josef mehr als nur ein cooler Typ gewesen ist, weiß jetzt jeder: Er war Gottes Kind, wie wir alle, das auf manchen scheinbaren Umwegen zum Schluss an Gottes Ziel kam und zum Segen für andere wurde.

 

Für andere da sein – wie wichtig das ist, hat jeder nachmittags  beim Wassersport selbst erlebt. Auf einer Jolle segeln kann man nur, wenn man eine Crew ist, Aufgaben verteilt, aufeinander achtet und sofort einspringt, wenn jemand Hilfe braucht. Oder beim Windsurfen: Die Mitarbeiter waren mit viel Freude und Geduld für alle da, die lernen wollten, wie man auf dem Brett stehen bleibt, das Rigg hochzieht und am Ende seine erste Wende und Halse schafft.

 

Wie diese Manöver auf einer großen, über 10 Meter langen Segelyacht ausgeführt werden, konnten die Kinder ebenfalls erleben. Einer der Mitarbeiter kreuzte einen ganzen Nachmittag lang mit einem Charterboot vor dem Strand, während immer neue Kurzzeit-Crews aus drei Kindern mit dem Motorboot übergesetzt wurden und am schwankenden Heck einstiegen, um eine halbe Stunde „Yachtsegeln live“ zu erleben. Teamgeist auch bei den Kajakfahrern, wenn’s hinaus ging auf die Förde und dabei jeder stets einen Blick für die anderen hatte: Ist jemand in Schwierigkeiten? Treibt ein Kajak ab? Gemeinsam hinaus, und gemeinsam wieder zurück zum Strand, auch wenn der Wind manchmal kräftig blies.

 

Ach ja, das Wetter: Meistens hat’s gepasst, manche Tage waren so richtig supertoll voller Sonne und mit genau dem richtigen Wind. Und wenn es abends mal mit Blitz und Donner schüttete – das hat ja auch was, wenn man dabei im trockenen Zelt sitzt und das Trommeln über sich hört …

 

Wechselndes Wetter, aber immer ein festes Programm – so ist das im Kindercamp. Wecken mit peppiger Musik aus dem Medienwohnwagen (besonders passend Santiano: Gott muss ein Seemann sein!), danach Morgensport: Schwimmen in der Förde oder joggen am Strand, dann richtig wach werden beim gemeinsamen Lagerboogie, diesmal zum Song „Happy“. Frühstück, Zelt aufräumen , und schließlich ab zum Morgenprogramm ins große Rundzelt.

 

Außer, wenn’s ein besonderer Tag war. So gab es an einem Morgen ein Geländespiel, ein anderes Mal war es echt chillig beim Brunchen. Der zweite Sonntag war wie immer der „Tag der offenen Tür“, im Campvokabular bekannt als „Besuchersonntag“: Eltern, Großeltern und Geschwister einiger Campkinder waren zu Gast beim gemeinsam gestalteten Gottesdienst (besonders krass die Rapper-Truppe), und auch Freunde aus der Kieler EmK-Gemeinde kamen zu uns an den Falckensteiner Strand.

 

Zwei ganz besonderen Tage waren zur Halbzeit der Donnerstag und der Freitag: Exkursion war angesagt, mit Übernachtung irgendwo anders, in kleinen Zelten, unter freiem Himmel - oder in den Gemeinderäumen der Kieler EmK, denn eine der Exkursionsgruppen erkundete in einer Stadtrallye Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt. Andere Gruppen wanderten oder radelten, und natürlich gab es auch eine Kajakexkursion, von der alle reichlich erschöpft, aber stolz und glücklich heimkehrten. Eine ganz spezielle Gruppe sei nicht vergessen: Die gemütliche Küchenexkursion.

 

Spannende Tage. Aber ebenso spannend und fröhlich war mancher Abend: Gleich am dritten Tag gab’s eine Nachtwanderung, zwei Tage später den großen Show- und Spieleabend mit prominenten Besuchern von Jogi Löw bis Helene Fischer – echt jetzt! Oder? Na, jedenfalls musste man schon genau hinschauen, um die Mitarbeiter zu erkennen.

 

Grill’n Chill war am Abend nach den Exkursionstagen angesagt. Jeder konnte dabei von seinen Erlebnissen berichten und durfte erfahren, wie es den anderen ergangen war. Cool war wie immer der Discoabend, und spannend wie selten das Fußendspiel der Kindermannschaft „2. FC Rasierer “ gegen das Team der Mitarbeiter. Die Großen brauchten fast eine Halbzeit, um das erste Tor gegen das bravourös spielende Kinderteam zu schießen und schließlich mit 4:0 zu gewinnen.

 

Damit war das Kindercamp 2014 leider schon fast vorbei – wäre da nicht noch die megacoole Wassersportolympiade am letzten Tag gewesen. Und ein Abschlussabend, bei dem das Tagesvideo noch einmal zeigte, wie schön es war! Einschließlich des immer leckeren und reichlichen Essens, bei dessen Vorbereitung einige Kinder voll Begeisterung im Küchenzelt halfen.

 

Noch so viel mehr Schönes gäbe es zu berichten … Gott sei Dank!

 

Jeder hat Neues erlebt und Neues gewagt, alte Freundschaften vertieft und neue Freunde gefunden. Und erlebt, dass man nach Josefs Vorbild immer vergeben kann, wenn es mal zu Streit und Konflikten kommt. So sind ganz unterschiedliche Kinder zum Campteam 2014 zusammengewachsen – wir Mitarbeiter hoffen und beten, dass Gott dabei jedem von ihnen ganz persönlich etwas ins Herz gelegt hat, das weiter wirkt und Frucht bringt.

 

Vielleicht sitzt mancher genau jetzt zuhause und singt die letzte Zeile unseres Camp-Liedes: „Ich will zurück, ich will zurück zum Falckensteiner Strand!“ … und ist gespannt darauf, welche biblische Person oder welches Thema 2015 auf ihn oder sie wartet …

Bilder findet ihr hier.