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News aktualisiert: 29.03.2018 11:51
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Nachruf auf Edward (Ted) Ward14.10.2011 16:43

 

gest. am 12. Oktober 2011

Nach langem Kampf gegen das Krebsleiden ist Edward Ted Ward in dieser Woche ruhig eingeschlafen. Er ist 81 Jahre alt geworden. Wir denken in diesen Tagen an seine Frau Mary, die ihm in vielen Jahrzehnte seines abenteuerlichen Lebens die Stütze und der Halt im Hintergrund war, und an seine Kinder und deren Familie.

Mit Ted stirbt einer der Väter unserer Wassersportarbeit in der Ev.-methodistischen Kirche. 1978 wurde er mit seiner Frau Mary von seiner Firma als erfahrener Ingenieur und Ausbilder nach Wilhelmshaven geschickt und besuchte dort als engagierter Anglikaner und Methodist aus Liverpool die Ev.-meth. Kirche in der Schulstraße. So habe ich ihn über unsere Jugendgruppe damals als väterlichen Freund schätzen und lieben gelernt. Ted überredete die Jugendgruppe, etwas ungewöhnliches zu wagen und mit ihm das England zu besuchen,  das ihm sehr wichtig war. So sah ich zum ersten Mal uniformierte kirchliche Jugendgruppen bei den Boys Brigades in der Region Liverpool und einen Schuppen voller Kajaks und Segelboote für die Gruppenarbeit. Dieses Bild war die Initialzündung für die Idee, in Wilhelmshaven mit Booten einen neuen Weg der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu beschreiten. Ted brachte uns aus der 1. Generation der Wassersportfreunde die Paddelschläge bei, die wir heute noch in Kiel als Grundvoraussetzung für Touren auf See oder in unbekanntem Gewässer ansehen und er führte den Grundsatz ein: Keine Kanutour in der Kirche ohne Schwimmweste!

Ted Ward blieb bis in seine letzten Lebensjahre immer mit der kirchlichen Pfadfinderarbeit der Boys Brigades verbunden. Hier fand er in meinem Vater, der bis 1968 eine ähnlich geprägte Arbeit als Jungscharsekretär in der norddeutschen Methodistenkirche verantwortete, einen Verbündeten und Partner. Gemeinsam konzipierten sie dann dass, was heute in ganz unterschiedlicher Weise sich zur Wassersportarbeit in der Ev.-methodistischen Kirche entwickelt hat. Ted Ward besuchte 2007 mit einer kleinen Delegation seiner lokalen Boys Brigade Gruppe aus Nottingham das Kieler Camp und war tief bewegt davon, was aus dem kleinen Pflänzchen von damals in Wilhelmshaven inzwischen gewachsen ist.

Wenn wir heute Menschen aller Generationen zu bewegenden Camps nach Kiel einladen können, dann verdanken wir das den Visionen von Menschen wie Ted Ward, der darauf vertraut hat, das Menschen - mit Gottes Hilfe! - Dinge schaffen können, die sie sich alleine so nicht  zutrauen würden.

Günter Loos

(Pastor und Sekretär für die Arbeit mit Kindern in der der Ev.-methodistischen Kirche)