Termine 2018
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Bericht Kindercamp 201014.10.2010 18:02

 

Was ist geblieben ? ein Artikel aus den Kieler Nachrichten vom 10 August 2010

Die Betreuer Mirjam Peetz (links) und Friedemann Richter
sitzen vor dem Spezialzelt, in dem jeden Abend
ein Lagerfeuer gemacht wird.

Täglich geht?s um die ?Goldene Schaufel?
Kinder erholen sich im Zeltlager am Falckensteiner Strand

Friedrichsort. Gleich nach dem Frühstück beginnt jeden Morgen im Zeltlager der Evangelisch-methodistischen Kirche am Falckensteiner Strand der Wettbewerb um die ?Goldene Schaufel?. Für 80 Kinder geht es darum, mit einer perfekt aufgeräumten Unterbringung, einer originellen Dekoration und einem außergewöhnlichen ?Vorgarten? zu punkten.

Von Ingrid Haese

Der Wettbewerb gehört seit Jahren zum Programm im Lager, das in diesem Sommer zum 22. Mal in Folge aufgeschlagen wurde. Noch bis Donnerstag verbringen Kinder zwischen acht und 14 Jahren ihre Ferien dort. Die Mädchen Karin, Jule, Kirsten und Jill haben sich die ?Goldene Schaufel? schon viermal verdient. Nicht nur die Schlafsäcke und Taschen in ihren 20 Quadratmeter großen Zelt sind ordentlich aufgereiht. Ordnung herrscht auch auf dem Wäscheständer vor der Tür. Auf dem Boden am Zelteingang haben die Mädchen ein Bild aus Steinen und Muscheln gestaltet. ?Wir wollten eigentlich einen Teich anlegen, aber das Wasser ist versickert?, bedauert Katrin. Mehr Erfolg hatten in diesem Fall die Bewohner eines Nachbarzeltes, die eine Wasserlandschaft mir Brücken und Pflanzen kreiert haben.

Die Mädchen (von links) Katrin, Jure, Kirsten und
Jill machen es sich auf Schlafsäcken im Zelt gemütlich.

?Unsere zweiwöchige Freizeit hat das Motto ?Was zählt??!?, erklärt Max Weyde, einer von 29 Betreuern. Nach dem Frühstück, dem Wettbewerb um die ?goldene Schaufel? und dem gemeinsames Tanz des ?Lagerboogies? zum Song ?The lion sleeps tonight? stünden Gesprächskreise auf dem Programm. Die Themen seien unterschiedlich. So habe man sich kürzlich über ?Stärken und Schwächen? ausgetauscht, erzählt Weyde. An diesem Tag können sich die Kinder über ?Nächstenliebe? Gedanken machen. Eine Gruppe entscheidet sich dafür. Das Thema in einem Theaterstück umzusetzen. ?Wir stellen uns vor, dass ein trauriges Mädchen von einem anderen getröstet wird?, schlägt die dreizehnjährige Denise vor. Steven fällt noch etwas anderes ein. ?Es könnte sogar jemand einem anderen helfen, den er sonst nicht leiden kann, denn das sollte selbstverständlich sein?, meint der Zwölfjährige.

Die Campleiter (von links) Ole Hoffmann, Christian Peetz
und Thilo Gros überprüfen im Kajakzelt die Schwimmwesten.

Während die Kinder sich noch in Arbeitsgruppen engagieren, laufen im Küchenzelt die Vorbereitungen für das Mittagessen. ?Heute gibt es nur Milchreis, weil wir am Abend ein Dinner mit Gemüse Dips, Fischbürger, Püree und Obstsalat servieren wollen?, erzählt Erhard Georgi, der seit 20 ehrenamtlich im Camp kocht. Dem pensionierten Polizeibeamten mach die Arbeit Spaß. ?ich freue mich, wenn es den Kinder schmeckt?, sagt er.

An Beschäftigungsangeboten mangelt es im Zeltlager nicht. ?Wir machen Frühsport, lesen in der Bibel, machen Geländespiel, so spielen Fuß- oder Volleyball?, zählt Max Weyde auf. Besonders beliebt seien außerdem die Nachwanderungen und Fahrradtouren. ?Wir sind jeden Tag auf dem Wasser, gehen bei jedem Wetter segeln, surfen oder schwimmen?, sagt Weyde. Den Kindern stünden mehrere Jollen und ein Schlauchboot zur Verfügung. Rettungsschwimmer sorgten für Sicherheit. Und wie finden die Kinder das Camp? ?Mir gefällt besonders das Segeln?, sagt Katrin. Jill ergänzt: ?Die Leute sind nett ? ich komm gerne wieder.?

Quelle: Kieler Nachrichten vom 10 August 2010