Termine 2018
Kindercamp 28.07.-10.08. 38 / 70 Plätze frei
Jugendcamp 12.08.-25.08. 42 / 60 Plätze frei
Erwachsenencamp 26.08.-04.09. 28 / 30 Plätze frei

Anmeldung aktualisiert: 15.01.2018
News aktualisiert: 29.10.2017 16:13
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BerichtVon: Elena Vogel
08.09.2008 17:51

 

Es war einmal...

... ein idyllisches Fleckchen Erde an einer malerischen Bucht im hohen Norden Deutschlands, das nur vom Rauschen der Bäume, dem leisen Schwappen der Wellen und ab und zu von den Signalgeräuschen der Ozeanriesen aus aller Welt, die auf ihrer Reise hier Halt machten, unterbrochen wurde. Dort war die Welt noch in Ordnung- bis, ja bis diese himmlische Ruhe eines schönen Tages jäh unterbrochen wurde. Denn mit der allabendlichen Fähre betraten 34 Jugendliche aus allen Teilen Deutschlands diesen wunderschönen Platz an der Kieler Förde und hielten ihn für zwei Wochen lang in Atem. Nachdem sie standesgemäß begrüßt und einen ersten Eindruck voneinander gewinnen konnten, begannen sie ganz allmählich das Meer zu erobern mit Segelbooten, Kajaks, auf Surfbrettern und natürlich mit jeder Menge Spaß. Wer ab und zu eine Erholungspause brauchte, konnte sich im KreaDings-Workshop einmal richtig ausleben und seine künstlerische Ader beim Gestalten von T-Shirts unter Beweis stellen. Doch neben Spiel und Spaß kam auch die Spannung nicht zu kurz: So wurden nachts im dunklen Wald Liegestützen gemacht und hoch theologische Fragen beantwortet- und alles nur wegen des schnöden Mammons, mit dessen Hilfe Waffen erstanden und gegnerische Schiffe versenkt wurden.

Darüber sorgten wir uns auch um das Wohlergehen des Geistes. In täglichen Einheiten diskutierte man viel über das große Thema ?Das optimale Leben?, feierte Gottes herrliche Schöpfung bei einem Strandgottesdienst und behielt dabei immer das Leben Josefs im Blick. So erlebten wir bei einer Zeitreise ins Mittelalter am eigenen Leib, was es bedeutet, nur eine minimale Menge an Essen zur Verfügung zu haben und sich für alles weitere das Geld hart verdienen zu müssen auf dem Balken der Gerechtigkeit, beim Dosenwerfen oder dem mittelalterlichen Black Jack. Für Recht und Ordnung sorgte dabei die gräfliche Garde, für Unterhaltung eine Wahrsagerin und ein Barde und für den Nervenkitzel die dunklen Machenschaften einer mysteriösen Dame. Wer endlich genug Taler beisammen hatte, konnte sich gegrillte Maiskolben, Ofenkartoffeln oder sogar einen Mittelalterburger gönnen.

Um die interessante Umgebung auch einmal kennen zu lernen, wurde ein Abendausflug zum Olympiahafen in Schilksee gemacht, wo man bei einem kühlenden Eis die herrlichsten Yachten bestaunen konnte. Kurz darauf begingen wir ein Fest für wahre Fußballfans: eine riesige Geburtstagsparty für Roque Santa Cruz, bei dem der Fußballsport zelebriert und in der Verkostung einer von unserem Küchenmeister eigens hergestellten riesigen Geburtstagstorte ihren Höhepunkt fand.

Nach so viel Spiel und Spaß folgte in der zweiten Woche die ultimative Herausforderung: eine dreitägige Exkursion, die zu Fuß, im Kajak oder auf dem Fahrrad durchgeführt wurde.

Die Wanderer starteten zu einer Schnitzeljagdexkursion kreuz und quer durchs Schwedeneck und kamen am dritten Tag alle zusammen wohlbehalten im Lager an. Die Radfahrer durchkreuzten ebenfalls diese landschaftlich einmalig schöne Region, wählten jedoch eine Route, die große Strecken an der weiten Ostsee entlang führte und die Kajakfahrer paddelten die altbewährte, jedoch nicht minder schöne Route die Schwentine entlang. Nachdem alle wieder gesund und munter im Lager angekommen waren, war leider auch schon die gemeinsame Zeit im Jugendcamp wieder fast vorbei. Doch davor verbrachten wir gemeinsam noch zwei ruhigere Abende und schrieben den zu Freunden gewordenen Fremden viele liebe Grüße auf Plakate. Das Wetter des letzten Tages hatte sich unserer Stimmung angepasst- der Himmel öffnete seine Schleusen und weinte mit uns. Geschlagene 24 Stunden lang... Doch das hielt und nicht davon ab, die schöne gemeinsame Zeit mit einem riesigen Fest zu beschließen. Hier konnten alle Zeltbewohner noch einmal ihren ganz eigenen Rückblick auf das Camp darstellen- sei es mit Liedern, Pantomimen, einem Ausdruckstanz oder dem Klohausrap. Und ganz nebenbei wurde der zehnte Campgeburtstag unseres Jugendcampleiters mit zwei riesigen Torten gefeiert, die wiederum von unserem Küchenkuchenmeister gezaubert wurden.

Und so verließen nach einer kurzen Nacht und mit wehem Herzen die 34 Jugendlichen am nächsten Tag einer nach dem anderen dieses idyllische Fleckchen Erde, das ihnen für 14 Tage zur Heimat geworden war. Da kehrte wieder himmlische Ruhe ein und man hörte wiederum nur das Rauschen der Bäume und das Schwappen der Wellen....

.... doch wie einsam und trostlos ist der Platz ohne Euch! Darum hoffen wir sehr, Euch alle nächstes Jahr vom 13. bis 26. August hier wieder begrüßen zu dürfen!

Bilder vom Jugendcamp 2008